Frau notiert Ziele, um Selbstmotivation im Beruf zu lernen

Selbstmotivation lernen – Tipps und Methoden

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Glassdoor Team | Autor & Karriere-Experte bei Glassdoor | 5. Sept. 2023

Sich jeden Tag zu motivieren: Das ist manchmal gar nicht so einfach. Es kann bei jedem vorkommen, keine Lust auf die Arbeit oder auf bestimmte Aufgaben zu haben. Meist lässt sich das aber mit ein paar Tricks ändern. Wie Sie die für Sie richtigen Taktiken für Selbstmotivation lernen und wieso Sie sich damit beschäftigen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wie funktioniert Selbstmotivation?

Selbstmotivation wird in zwei Arten eingeteilt: extrinsische und intrinsische Selbstmotivation. Diese funktionieren verschieden und weisen unterschiedliche Beweggründe auf.

Extrinsische Selbstmotivation bezeichnet dabei, die Motivation, die von außen kommt. Also geht also um eine Art Belohnung, die Sie durch das Abschließen einer Aufgabe oder eines Studiums erreichen. Das kann zum Beispiel eine Beförderung, ein Geschenk oder eine gute Note sein.

Von intrinsischer Selbstmotivation spricht man, wenn die Motivation von innen kommt. Etwa, wenn Sie von sich aus eine Weiterbildung oder das Erledigen einer Aufgabe anstreben. Hier steht ein Interesse für ein bestimmtes Thema oder der Wunsch, in einem Bereich besser zu werden, im Fokus. 

In der Regel ist die intrinsische Selbstmotivation die Variante, die länger anhält – und besser wirkt. Die extrinsische Selbstmotivation kann als kleiner Anreiz dienen, sollte aber nicht zu häufig genutzt werden. Das wirkt sich auf Ihre Zufriedenheit aus und wird nicht dafür sorgen, dass Sie eine Aufgabe plötzlich lieben, sondern nur deswegen erledigen, weil Sie eine Belohnung dafür bekommen.

Warum ist Selbstmotivation so wichtig?

Selbstmotivation zum Lernen einer neuen Sache oder allgemein für eine Aufgabe aufzubringen, hat viele Vorteile. Sie freuen sich mehr auf die Tätigkeit, erledigen diese in der Regel effizienter und fühlen sich dabei besser. Allgemein schieben Sie Aufgaben weniger auf die lange Bank, sondern sind motiviert, diese schnell zu erledigen. Sie sorgen also selbst für gesteigerte Produktivität.

Selbstmotivation ist daher wichtig, damit Ihnen Ihre Arbeit Spaß macht. Im besten Fall fällt es Ihnen leicht, Selbstmotivation zu finden und sich für Ihre Aufgaben zu begeistern. Sollte das nicht so sein, überlegen Sie, woran das liegen kann. Sind es Punkte, die Sie einfach aus der Welt schaffen können oder handelt es sich um tiefergreifende Probleme? Dann ist manchmal ein Gespräch mit Ihrer Führungskraft oder – im Worst Case – sogar eine Kündigung die Lösung.

Selbstmotivation hat noch einen weiteren Vorteil: Tendenziell ergreifen Sie schneller die Initiative, wenn Sie für ein Thema brennen und sich leicht dazu motivieren können. Das gilt auch für Weiterbildungen. Wenn Sie sich für einen Bereich begeistern, sind Sie deutlich motivierter, um darin immer mehr zu erfahren.

Tipps zur Selbstmotivation

Je nach Typ werden bei Ihnen zur Selbstmotivation andere Tipps funktionieren als bei anderen. Auch die verschiedenen Situationen erfordern möglicherweise unterschiedliche Methoden. So kann für die Selbstmotivation beim Fernstudium eine andere Taktik wirkungsvoller sein als im Arbeitsleben. Probieren Sie daher aus, was bei Ihnen die beste Wirkung zeigt – und wandeln Sie die Methoden gegebenenfalls nach Ihren Bedürfnissen ab. Ob beim Lernen oder beim Arbeiten: Im Großen und Ganzen lassen sich all diese Methoden und Tipps zur Selbstmotivation nutzen.

Tipp 1: Setzen Sie sich klare Ziele

Das bedeutet, dass diese realistisch sein sollten. Wenn Sie wissen, worauf Sie hinarbeiten, ist es mit der Selbstmotivation meist leichter. Sie können sich Ihre Ziele auch visualisieren. Entweder als Vorstellung in Ihrem Kopf, die Sie sich immer in Erinnerung rufen, wenn die Selbstmotivation gerade Pause macht. Oder bei materiellen Dingen, wie einem Auto, können Sie etwa ein Bild davon ausdrucken und sich über dem Schreibtisch aufhängen. So haben Sie immer im Blick, wieso Sie eine bestimmte Aufgabe erledigen.

Bonus-Tipp

Zerteilen Sie Ihr Ziel in Zwischenschritte. Diese sind schneller zu erreichen – und die Erfolge werden Ihre Selbstmotivation weiter steigern.

Tipp 2: Rufen Sie sich Ihre Erfolge in Erinnerung

Allgemein sollten Sie sich Ihre Erfolge immer wieder in Erinnerung rufen. Am einfachsten geht das mit einem Erfolgstagebuch. Darin schreiben Sie sich auf, was an diesem Tag gut funktioniert hat und welchen noch so kleinen Erfolg Sie feiern. Bei geringer Selbstmotivation können Sie dann das Tagebuch hervorholen und sich in Erinnerung rufen, was Sie schon alles erreicht haben.

Tipp 3: Entwickeln Sie Routinen

Routinen können ebenfalls dabei helfen, die Selbstmotivation zu steigern. Vielleicht verbinden Sie ein bestimmtes Musikstück mit einer Aufgabe oder fühlen sich nach einer Yoga-Session immer besonders beschwingt. Beobachten Sie das und nutzen Sie diese Erkenntnisse zu Ihrem Vorteil.

Tipp 4: Bewegen Sie sich

Ein bisschen Bewegung kann viel bewirken. Machen Sie unter anderem einen kleinen Spaziergang, um den Kopf freizubekommen. Egal, welche Art von Bewegung und Sport Ihnen Spaß macht, auch das kann helfen, die Selbstmotivation zu steigern – und mit freiem Kopf an Aufgaben heranzugehen.

Tipp 5: Belohnung

Wenn all das nicht hilft, können Sie auf Belohnungen zurückgreifen. Damit arbeiten Sie zwar mit der extrinsischen Selbstmotivation, aber manchmal ist das die Lösung zur Zielerreichung. Überlegen Sie sich, worauf Sie sich nach einer erfolgreich abgeschlossenen Aufgabe freuen würden: Das können ein früher Feierabend, ein materieller Gegenstand oder ein Treffen mit Freunden sein.

Was sind Ziele, die meine Selbstmotivation steigern?

Wenn Sie sich Ziele setzen, achten Sie auf jeden Fall darauf, dass diese zu Ihnen passen und realistisch sind. Dabei können Sie sich auch an der SMART-Methode orientieren. SMART bedeutet dabei:

  • S – Spezifisch
  • M – Messbar
  • A – Attraktiv
  • R – Realistisch
  • T – Terminiert

Dabei sind folgende Eckpunkte hilfreich:

  • Bestimmen Sie Ihr Ziel so spezifisch wie möglich und machen Sie es messbar. Das kann eine Beförderung, eine gute Note oder ein erfolgreicher Abschluss eines Auftrags sein. 
  • Sorgen Sie dafür, dass das Ziel für Sie attraktiv ist. Setzen Sie sich kein zu leichtes Ziel, von dem Sie wissen, dass Sie es auf jeden Fall erreichen werden. Achten Sie aber trotzdem darauf, dass es realistisch bleibt
  • Terminieren Sie außerdem die Erfüllung des Ziels. Bis wann möchten Sie Ihr Ziel erreichen? In einem Monat, einem Jahr? Nur so können Sie eindeutig überprüfen, wie der Weg zu Ihrem Ziel vorangeht und haben auch eine leichte Deadline, die in einigen Fällen auch motivierend sein kann.

Fazit: Selbstmotivation lernen – auf die Methode kommt es an

Finden Sie die für Sie passende Methode, um Ihre Selbstmotivation zu steigern. Es kann sich dabei auch um eine Mischung aus den vorgestellten Varianten handeln. Sei es beim Lernen, beim Arbeiten oder bei diversen Freizeittätigkeiten: Jeder hat mal einen schlechten Tag. Aber mit der richtigen Taktik wird es Ihnen leicht fallen, sich zu motivieren und Ihre Produktivität zu steigern.

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